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Buchempfehlung
„Ein Haus voller Wände“
von Frédéric Valin
Bei einem Treffen mit ehemaligen Arbeitskollegen, auch aus einer besonderen Wohnform, kam das Gespräch auf ein interessantes Buch. Ich hörte aufmerksam zu und bestellte es mir gleich am nächsten Tag, um es auch lesen zu können.
In dem Buch „Ein Haus voller Wände“ berichtet der Protagonist, der sieben Jahre in einer Gruppe geistig beeinträchtigter Menschen arbeitete, über die Macht, die ihm übertragen wurde, und die Machtlosigkeit der Bewohner. Er hinterfragt die Mechanismen des Pflegesystems und die gesellschaftlichen Gewissheiten über Krankheiten, Behinderung und Tod. „Ein Haus voller Wände“ ist mehr als ein Bericht von einer Arbeit, das Buch umkreist verschiedene Aspekte, die sich in der kleinen Wohngruppe zeigen. Darüber vergisst es die Menschen nicht, die hier zusammenkommen und ihre schönen, traurigen und lustigen Momente teilen. So entstand ein bewegender Roman zu einem der drängendsten Probleme unserer Zeit.
Häufig, beim Lesen des Buches, erkannte ich mich und viele Situationen, die ich bereits erfahren habe, wieder. Ein Buch, das man gelesen haben sollte, wenn man einen Einblick in die Arbeit und das Leben in der Eingliederungshilfe bekommen möchte.
Quelle: „Ein Haus voller Wände“, Frédéric Valin (Verbrecher Verlag), 2022
Text: Nadja Brehm
In Leichter Sprache
Das Buch heißt „Ein Haus voller Wände“.
Es ist von Frédéric Valin.
Der Autor arbeitete 7 Jahre in einer Wohngruppe mit Menschen mit geistiger Beeinträchtigung.
Im Buch schreibt er über die Macht, die Mitarbeitende in solchen Einrichtungen haben.
Und über die Ohnmacht der Bewohner.
Er stellt viele Fragen:
Wie funktioniert das Pflege-System?
Was denken wir über Krankheit, Behinderung und Tod?
Das Buch zeigt viele Seiten des Lebens in einer Wohngruppe:
Schöne, traurige und lustige Momente.
Mich hat das Buch berührt.
Ich habe viele Situationen wieder-erkannt.
