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Das Ginkgohaus

Der steinige Weg zum Erfolg

Das Ginkgohaus-Projekt lehrt uns, …

Von Haiko Jakob Seite 16 im Heft 2 Minuten Lesezeit

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… im Sturm des Chaos wächst die Kraft, die uns weiterträgt, wenn alles andere stillsteht!

Am 9. Mai 2025 um genau 18 Uhr wurde nach langem und ausdauerndem Ringen endlich die ersehnte Zusage über eine Million Euro erteilt. Diese Entscheidung ermöglichte es uns, bereits am folgenden Tag, dem 10. Mai 2025, den Grundstein für das Ginkgohaus zu legen – ein bedeutender Schritt im Sinne unserer bedürftigsten Bewohnerinnen und Bewohner.

Doch wer glaubte, dass mit dieser Zusage auch die Auszahlung der Mittel reibungslos erfolgen würde, der wurde eines Besseren belehrt. Immer wieder traten unerklärliche Hürden auf: Kaum war ein Hindernis überwunden, entstand das nächste. Jedes Mal, wenn wir dachten, nun sei alles geregelt, stellte sich eine neue Blockade in den Weg. Der gesamte Prozess glich einer Fahrt mit angezogener Handbremse einen nebligen Berg hinauf – es wurde zunehmend zäher und undurchsichtiger.

Am 7. Oktober 2025 war es dann aber schließlich geschafft: Nach Monaten voller Dilemmata, Verwirrung und fragwürdiger Entscheidungen sind wir erfolgreich am nächsten Etappenziel angekommen. Plötzlich war das Ergebnis greifbar – fast so, als sei alles genau so geplant gewesen. Trotz aller Umwege, des Kopfschüttelns und der zahlreichen Komplikationen fand letztlich doch alles seinen Platz. Endlich floss ein Teil der zugesagten Summe, und die erste Rechnung für den Bau konnte beglichen werden.

Manchmal gelingt etwas nur deshalb, weil niemand wusste, dass es unmöglich ist.

Unser besonderer Dank gilt allen, die an uns geglaubt haben: unseren Bewohnerinnen und Bewohnern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Eltern, Angehörigen sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern von Wickersdorf. Viele haben uns die Daumen gedrückt, mit uns gemeinsam gezweifelt und uns gleichzeitig mit ermutigenden Worten begleitet.

Ein großes Dankeschön gebührt Herrn Daniel Höhn, dem Leiter der Sozialbank in Erfurt, Herrn Bernd Schneider, unserem Architekten, Herrn Heinz Watoro, unserem Notar, Herrn Volker Kurzer, Direktor des Amtsgerichtes Rudolstadt, Herrn Bodo Ott, Geschäftsführer des Amtsgerichtes, Frau Annekathrin Hein, Rechtspflegerin, sowie Herrn Steffen Kania, unserem Bürgermeister der Stadt Saalfeld.

Dieses Projekt zeigt einmal mehr: Großartige Dinge entstehen, wenn Menschen gemeinsam eine Idee verfolgen und jeder mit seinen individuellen Stärken, Möglichkeiten und Talenten dazu beiträgt, ein scheinbar unmögliches Vorhaben zu verwirklichen. Genau dieser Geist des gemeinsamen Schaffens und Miteinanders prägt das Leben in Wickersdorf.

Alle tragen mit ihren Begabungen zum Ganzen bei – darin liegt die stille Schönheit einer Gemeinschaft.

Text: Haiko Jakob

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